22.09.2015

Auf dem Weg zur „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“

Als erste Gesundheitseinrichtung in Rheinland-Pfalz und vierte Rehabilitationsklinik im Bundesgebiet macht sich das St. Franziska-Stift in Bad Kreuznach auf den Weg, die Auszeichnung „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ zu erhalten.„Seit 20 Jahren fördert die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Mainz des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gemeinsam mit dem St. Franziska-Stift den Ausbau und die Entfaltung von Selbsthilfegruppen im Kreis Bad Kreuznach“, begrüßte die Ärztliche Direktorin der Fachklinik, Prof. Dr. Aglaja Stirn, mehr als 100 Gäste zur Auftaktveranstaltung.

Eleonore Anton, Selbsthilfegruppenbeauftragte der Klinik und Initiatorin des Konzeptes „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“, hob in ihrer Moderation hervor, das St. Franziska-Stift befürworte und begleite „die Arbeit von zur Zeit 13 Selbsthilfegruppen in der Klinik und die Teilnahme unserer Patienten an den Gruppen“.

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, der Amtsleiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ernst-Dieter Lichtenberg und Landrat Franz-Josef Diel bestätigten in ihren Grußworten die Bedeutung, die eine Auszeichnung der Klinik für die Stadt und den Landkreis haben wird. Mit ihrem Engagement trage die Klinik dazu bei, neben Diagnostik und Therapie die Selbsthilfegruppen als „Dritte Säule des Gesundheitswesens“ zu etablieren, so der Landrat. In den drei Grußworten wurde eine große Anerkennung für diese intensive Kooperation gegenüber allen Beteiligten ausgedrückt.

Von der großen Resonanz zur Auftaktveranstaltung im St. Franziska-Stift beeindruckt zeigte sich auch Antje Liesener, Netzwerkkoordinatorin des Netzwerkes Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband Berlin. „Die Öffentlichkeit, die Sie herstellen, dient unmittelbar als Türöffner für Selbsthilfegruppen“, anerkannte Liesener.

Nachdem Dr. Günter Gerhardt, Vorstand der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz und Elfi Gül Hollweck, Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Mainz zu künftigen Partnerschaftsmodellen mit der Selbsthilfe informierten, fand ein reger Austausch der Teilnehmer an den Informationstischen der Selbsthilfegruppen statt.

Interessante und kontrovers geführte Diskussionen in wertschätzender und konstruktiver Stimmung prägten den Verlauf der Veranstaltung. In der abschließenden Gesprächsrunde nahmen Vertreter der Selbsthilfegruppen, sowie die Teilnehmer des Qualitätszirkels der Klinik mit Vertretern der Ärzte, Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppenbeauftragter, Fachschwestern teil. Hierbei wurden insbesondere die langjährigen Erfahrungen aller hervorgehoben sowie den eingeschlagenen Weg zügig weiter zu gehen bekräftigt.